Industrie 4.0

Die Zukunft der Produktionsanlagen muss die absolute Flexibilität gewährleisten, denn der global Markt ist unglaublich schnell . Alles wird mit allem vernetzt sein und alle Daten werden überall verfügbar sein. Die Vielzahl der Schnittstellen wird eine unglaubliche Komplexität der Anlagen und Produktionssystem hervorbringen. Um diese Anforderungen zu bewältigen ist es unumgänglich, Prozesse zu vereinfachen, zu modularisieren und zu standardisieren. Dazu diskutieren Experten der großen Player, unter dem Begriffs Industrie 4.0,  wie gemeinsame Standards die Innovationen vorantreiben können.

Natürlich gehört unsereins bei diesem Prozess nicht zu den Pionieren. Aber wir können mit allen unseren Projekten profitieren, weil uns einheitliche Schnittstellen und Technologien viel Mühe und Zeit ersparen, die wir dann in die kreativen Bereiche der Entwicklung investieren können. Aber es werden die Ansprüche der Kunden mit den Möglichkeiten steigen, so das die Arbeit nicht weniger sondern umfangreicher.

Unter dem Begriff IOT oder Internet of Things versteht man kleine intelligente Komponenten, die sich über das Internet mit Daten versorgen und diese im Internet bzw. in einer Cloud zur Verfügung stellen. Hauptaugenmerk bei dieser Geschichte ist es, die Komponenten möglichst günstig und Stromsparend auszulegen. Erweitert wurde der Begriff durch das IIOT, das Industrie Internet of Things. Sensoren, die man einfach irgendwo einbaut, und die sich sofort mit der Cloud verbinden und Daten schicken sind sicher ein tolle Sache. Hier werden wohl in erster Linie die Hersteller am Zuge sein, wir können es dann nachher sehr einfach in unsere Systeme einbinden.,

Beim Cloud Computing gehen die Meinungen auseinander. Auf keinen Fall sollte man sich nicht auf ein Cloud Abenteuer einlassen, wenn man sich nicht ausreichend informiert hat und es keine Notwendigkeit gibt.

Die Hälfte aller Daten in der Cloud gespeichert – und jede zweite Firma mit Sicherheitsverletzung

9 von 10 Unternehmen migrieren in die Cloud – aber jedes dritte bisher ohne erkennbare Vorteile

Handeln Sie mit Waren im Internet oder betreiben Sie ein globales Geschäftsmodell, so gibt es sicher kaum Argumente , ihre Infrastruktur nicht komplet in die Cloud zu verlagern.  Liegt der Fokus hauptsächlich auf der lokalen Produktion sollte die Migration in die Cloud sehr gut überlegt sein.

Die Kosten von Cloudservices sind schwer einzuschätzen, denn sie errechnen sich aus den verwendeten Services, dem Datenvolumen, den benutzten Resourcen, der Laufzeit der Server und anderer Bedingungen. Oft sind die wirklichen Kosten erst nach einigen Monaten zu sehen. In jedem Fall wird es nicht billiger als eine vorhandene Serverlandschaft.

Die Nutzung der Cloud in der Automatisierung von Produktionsprozessen ist noch nicht so weit verbreitet. Die frage ist sicher, welche Services der Cloudanbieter hier wirklich Verbesserung bringen. FAngen wir mal mit der wichtigsten Schnittstelle einer Anlage an, der Datenbank. Den MS SQL Server könnte man anstatt auf dem eigenen Server (mit der relativ teuren Standard Lizenz) auch mieten.

SaaS - Software as a Service

Eine Software ohne Betriebssystem zu mieten fällt unter Die Rubrik SaaS. Sie brauchen sich weder um die Pflege des Programms noch die des Betriebssystems zu kümmern. Sie müssen nur die Datenbank mit Inhalten füllen und die Zugriffsrechte regeln. Das ist insbesondere bei temporären Datenbanken eine super Sache. Schnell aufgesetzt (eher ausgewählt) und schnell wieder gelöscht.

Dieser Schritt bringt einen großen Mehrwert wenn es um die globale Vernetzung geht. Die Daten können überall auf der Welt verwertet und in die örtlichen Produktionsprozesse eingebaut werden.  Super Sache also, wenn man es braucht. Natürlich kann man den lokalen Server auch ins Internet routen, man hat allerdings Hardwarekosten und Sicherheitsaufwand.  Bei Microsoft kostet die Miete eines Standard SQL Servers mit 4 Kernen etwa 500€ im Monat. Eine lebenslange Lizenz für 4 Core kostet etwa 2400€.  Rein kosten mäßig ist der Cloud Service also viel teurer.

PaaS - Platform as a Service

Soll die Analyse und Verarbeitung der Daten ebenfalls vom lokalen Server in die Cloud wandern, so kann man eine komplette Platform, also Azure SQL Database oder Azure Analysis Services mieten.  Die anfallenden Kosten sind nun nicht mehr so einfach zu ermitteln, da sie in erster Linie von Datenbankgröße und Zugriffszahlen abhängen.
PaaS enthällt neben z.B. der Datenbank auch Middleware, Entwicklungstools, Business Intelligence Dienste und Datenbankverwaltungssysteme. Alles was man zum Betrieb einer Webanwendung benötigt.

IaaS - Infrastrcture as a Service

Interessant wäre, haben Sie noch eine alte, teure SQL Server Lizenz, sie portieren diese auf eine virtuelle Maschine in der Cloud. Dann entstehen keine SQL Server Leihgebühren sondern nur Server - und Speicherkosten (nennt sich BYOL-Versionen -Bring Your Own License).  Bei IaaS leihen sie sich also nur Betriebssystem, Rechenleistung und Speicher.

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Gründe für die Nutzung von Cloud Diensten:

  • Ein neuer Service mit hohem Wachstumspotential.
  • Natürlich für jegliche Arten von Experimenten
  • Ein neues Unternehmen oder eine neue Geschäftsidee, es fehlt Kapital für eigene Hardware
  • Ein sehr auf Online Business fokussiertes Geschäftsmodell
  • Großer Bedarf an Flexibilität und am Umfang von speziellen Online-Diensten
  • Mehr Sicherheit im Internetverkehr

Kein Grund für den Wechsel in die Cloud

  • Geld sparen
  • Personal sparen

Gründe die den Wechsel verhindern

  • Ihre Datenbankanwendungen nutzen Filestream
  • Sie benutzen SQL Server Addins mit der Common Language Runtime CLR
  • Sie haben in ihren Applikationen Extended Stored Procedures genutzt
  • Sie nutzen SQL Server Reporting Services (und möchten nicht auf Power Bi) umsteigen

Im Anlagen und Automatisierungsgeschäft ist das Ziel der IT, die perfekte Kontrolle der Prozesse zu erreichen. Dafür werden in der Regel höchst verlässliche und nachvollziehbare Technologien eingesetzt. Prozesse werden gesteuert und geregelt - nach strengen Gesetzmäßigkeiten. Läuft etwas schief, so müssen alle Vorgänge nachvollziehbar und eindeutig sein.In dem Bereich, wo dies von hoher Bedeutung ist, wird die KI in naher Zukunft noch keine Bedeutung haben.

Es gibt aber auch viele Anwendungen, wo man mit der herkömmlichen Steuerungstechnik aufgrund der fehlenden Flexibilität an seine Grenzen kommt. Dort ist der Eingriff von Bedienpersonal noch unabdingbar. Der Mensch macht allerdings auch Fehler, die es ein zu kalkulieren gilt.  Das gelingt zwar gut, allerdings ist der Aufwand teils erheblich.

Die Forschungsabteilungen arbeiten mit Hochdruck an der Weiterentwicklung der KI in der Automation. Es gibt viele sinnvolle Anwendungen, die in den nächsten Jahren den Automatisierungsmarkt verändern werden.